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ZIVILGESELLSCHAFT BLEIB WACHSAM!

3. November 2012

Demo_SFB_ausschnitt.
Inzwischen wurden alle Kündigungen der Fachhochschule gegen Ingo Karras durch das Arbeitsgericht für unwirksam erklärt und er konnte auf seinen bisherigen Arbeitsplatz in Senftenberg zurückkehren.

UND (!) die benannten Diskriminierungen von Studierenden mit Behinderung wurden korrigiert.
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Aus einem Interview nach dem Gerichtsurteil
Niederlausitz aktuell: Wie ist es, viermal gekündigt zu werden?
Ingo Karras: „Es ist wie Prügel nach dem K.o.“
(…)
Niederlausitz aktuell: Hat sich ihr Einsatz gelohnt?
Ingo Karras: „Jede Öffentlichmachung von intern nicht zu klärenden Missständen lohnt sich. Erst durch diese ergibt sich dann die Möglichkeit zur positiven Regulierung und die Gesellschaft hat einen Nutzen. In meiner Sache musste keiner der Studierenden mit Behinderung mehr ein selbst zu bezahlendes Extragutachten beim Amtsarzt einholen. Wir haben inzwischen eine Behindertenbeauftragte und der Studiengang Physiotherapie wird weitgehend barrierefrei. Für eventuelle Schwierigkeiten habe ich jetzt ein Netzwerk. Mein (bzw. unser) Einsatz hat sich geloht. In einem halben Jahr sollten alle wieder auf die Situation in Senftenberg schauen.“
(Abdruck im Kulturmagazin BLICKLICHT 9-13)

vollständiges Interview bei  niederlausitz-aktuell.de
Weitere Beiträge zum bzw. nach dem Gerichtsurteil:

RBB Nachrichten

WDR WestArt

CastorTV

opablog.net

whistleblower-net.dewhistleblower-logo

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Trotzalledem Jubelfeier für den Fachhochschul-Präsidenten Günter Schulz

Mit dabei u.a. der brandenburgische Neoliberalist Jens Lipsdorf (FDP) mit der Aussage, dieser Präsident hätte „sein Amt mit Herz und Verstand ausgeführt“.
Pressemitteilung der Fachhochschule zur Jubelfeier

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Fachhochschul-Kanzler Volker Schiffer und kriminalpolizeiliche Ermittlungen

LR online vom 17.05.2013

Dieser Herr hatte den seit 17 Jahren an der Hochschule Lausitz tätigen Mitarbeiter Ingo Karras im November 2012 aus einer Lehrveranstaltung heraus mit sofortigem Hausverbot fristlos gekündigt  … wegen der zunächst internen, später externen Öffentlichmachung von Missständen in der Behandlung von Studierenden mit Behinderung.

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SOLIDARITÄT MIT GEKÜNDIGTEM MITARBEITER DER HOCHSCHULE LAUSITZ

Die Aktionsgruppe gegen soziales Unrecht Senftenberg (AGSUS) und Attac Cottbus protestieren gegen die fristlose Entlassung des Mitarbeiters der Hochschule Lausitz Ingo Karras. Er hatte zunächst intern, dann öffentlich auf Missstände in der Behandlung von Studienbewerbern und Studierenden mit Behinderung aufmerksam gemacht.

Auch im Land Brandenburg bestehen das Recht zur freien Meinungsäußerung
und das Recht auf Inklusion für Menschen mit Behinderung.

Es ist ein zivilgesellschaftlich notwendiges Element der Demokratie, Missstände der Öffentlichkeit bekannt zu machen, zumal wenn eine interne Klärung nicht möglich ist. Erst durch uneingeschränkte Benennung von Missständen ist positive Regulierung realisierbar. Es stellt sich die Frage welchen (Un-)Geistes die derzeitig Verantwortlichen an der Hochschule Lausitz sind. Eine Klärung muss gelingen!

AGSU Senftenberg
ATTAC Cottbus

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April 2013: Erklärung bundesweiter StudentInnenschaften (fzs)
http://www.fzs.de

April 2013: Antworten der Ministerin an MdL Jürgen Maresch
http://www.niederlausitz-aktuell.de

April 2013: Erklärung des BTU-Studierendenparlamentes
http://www.niederlausitz-aktuell.de

März 2013: Erklärung der Juso-Hochschulgruppe Cottbus
http://www.niederlausitz-aktuell.de

Februar 2013: Kommentare bei „ZUKUNFT HOCHSCHULE“ zum Thema
http://zukunft-hs.de/gekundigter-mitarbeiter-der-hochschule-lausitz

November 2012: Erklärung des Landtagsabgeordneten Jürgen Maresch
http://www.niederlausitz-aktuell.de

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Demo CB_01052013

 Demo CB_25042013Demo CB_11042013

Demo_SFB_04022013_mit Datum

Demo_SFB_31122012_mit Datum

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From → Allgemein

4 Kommentare
  1. Fietse permalink

    Richtig! Aufstehen! Mutig sein! Wo sind die anderen Kollegen von dem Entlassenen? Die Uni kann sich sicher nicht leisten, sie alle zu entlassen… lieber wegen einer guten Sache rausfliegen und ehrbar hartzen als stillschweigend auf Kosten anderer Missstände erdulden!
    Dies sei gleichzeitig ein Aufruf an alle „Einstellenden“: bevorzugt Leute wie den o.g. Mann mit Verantwortungsbewusstsein einstellen – damit der/die Normalangestellte lernt: Kuschen schadet dem Lebenslauf!

  2. Karsten Jagau - Direktkandidat der Piraten für den Bundestag (WK12), Dozent in der Altenpflege, attac schwerin permalink

    Ingo Karras, hat nach den Informationen seiner Unterstützer richtig gehandelt. Er hat Fehler benannt. Inzwischen wurden bei den Fehlern Korrekturen vorgenommen, die es ohne seine Kritik nicht gegeben hätte. Die Kündigung beruht nach Stellungnahme der HL , unter anderem auf den Umfang der Information die er der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Ohne diese Öffentlichkeit, ist es fraglich, inwieweit die Mißstände beseitigt worden wären. Es bleibt abzuwarten, wie das Arbeitsgericht in diesem Fall entscheiden wird. Attac Schwerin und ich werden diesen Fall weiterhin aufmerksam beobachten. Wir hoffen dass, das Arbeitsgericht so entscheidet, wie Herrn Karras es sich für seine eigene Zukunft wünscht. Denn Mut sollte nicht zum Nachteil werden, vor allem dann nicht, wenn es sich um den Schutz der Rechte anderer handelt.

  3. hartmut schachten permalink

    Menschenwürde ist unantastbar….wieso versuchen manche Macht durchzusetzen….obwohl es falsch ist???? Wer Macht hat, muss diese in Demut verwalten und dankbar sein, für Menschen, die helfend für ein besseres Ergebnis sich einsetzen…..Das Gegenteil durchsetzen zu wollen, aus welchen Gründen auch immer, ist ein Verrat an Ethik und Moral….und sollten bestraft werden, aber nicht Menschen die sich für Wahrheit und optimale Resultate einsetzen….mach weiter und gib nicht auf…..am Ende des Tunnels ist immer Licht….(wenn es nicht gerade der ice ist, der dir entgegen kommt) alles Gute Lg Hartmut

  4. Marenka permalink

    Sehr geehrte Herr Karras, sehr ferne Verantwortliche,

    wenn jemand weiß, er ist im Unrecht und dann trotzdem versucht mit allen Mitteln, die ihm durch Position und Privilegien zur Verfügung stehen, ein Bild von Rechtschaffenheit zu vermitteln, ändert es nichts am Sachverhalt. Stellen Sie sich den Konsequenzen Ihres Handelns. Alles andere ist würdelos und fällt zu allerletzt auf Sie selbst zurück. Erinnern Sie sich an den Begriffe: Haltung.
    Die Verantwortlichen werden gebeten sich entsprechend zu verhalten.

    Marenka

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