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Solidarität

Gewerkschaft ver.di fordert vom Land Brandenburg und der Hochschule Lausitz im Fall Ingo Karras die Rücknahme der 4 Kündigungen

08.05.2013  In einem offenen Brief an die Ministerin Frau Prof. Kunst des Brandenburger Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur fordert der Cottbuser Bezirksvorstand der  Gewerkschaft ver.di die sofortige Rücknahme von 4 Kündigungen, die die Hochschule Lausitz (Sitz in Senftenberg) dem Hochschulmitarbeiter Ingo Karras nach einer öffentlich geäußerten Kritik (Lausitzer Rundschau vom 2. November 2012) seit November 2012 ausgesprochen hat.

Der ver.di-Bezirksvorstand Cottbus kritisiert, dass das Land Brandenburg die berechtigte öffentliche Kritik eines Arbeitnehmers mit einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses sanktioniert und durch weitere nachfolgende  Kündigungen den betroffenen Arbeitnehmer existenziell gefährdet.

Ingo Karras hat sich für die Interessen behinderter Menschen eingesetzt und nach erfolgloser interner Kritik öffentlich kritisiert, dass die Hochschule Lausitz von Studierenden mit Behinderung für einen Nachteilsausgleich eine Bestätigung des Amtsarztes einforderte, dass die Stelle des Behindertenbeauftragten unbesetzt war und dass ein Studiendekan einen Immatrikulationsstop für sehbehinderte Menschen im Studiengang Physiotherapie angekündigt hat. (Lausitzer Rundschau vom 02.11.2012: www.lr-online.de/nachrichten/Tagesthemen-Stopp-fuer-sehbehinderte-Studenten-an-Hochschule-Lausitz;art1065,4005348)

Die von Ingo Karras kritisierten Unzulänglichkeiten wurden durch die Hochschule Lausitz inzwischen rückgängig gemacht bzw. abgestellt.

Die Hochschule Lausitz und damit das Landes Brandenburg übernimmt mit den 4 aufeinanderfolgenden Kündigungen eine typische Arbeitgeberstrategie, die beabsichtigt, die Existenz des Arbeitnehmers zu ruinieren. Dieses Verhalten ist insbesondere für den öffentlichen Dienst inakzeptabel.

„Unsere Demokratie braucht Menschen, die sich für andere Menschen – im Fall Karras für behinderte Menschen – einsetzen, die kritisch durchs Leben gehen und Kritik intern im Betrieb und in der Behörde, aber auch öffentlich anbringen. Werden Menschen, die sich für andere Menschen einsetzen, die sich kritisch in der Gesellschaft einschließlich dem Arbeitsleben einbringen, die ihre Meinung sagen, sowohl intern wie auch öffentlich, in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht und gefährdet, wie im Fall Ingo Karras, dann wird das Recht auf freie Meinungsäußerung massiv eingeschränkt“ so Heike Plechte, Geschäftsführerin des ver.di-Bezirks Cottbus im offenen Brief an die Ministerin.

Der ver.di-Bezirksvorstand hat seinem Mitglied Ingo Karras die Solidarität und Unterstützung zugesagt.

http://cottbus.verdi.de

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